Chronik > 2006 - 2010 >
Düsseldorf reicht die Hand

Was hat das mit den Schulen zu tun?

 

Ansprechpartner für dieses Projekt sind in erster Linie die Schulen. Der Aufruf zum Mitmachen geht sowohl an Grundschulen wie auch an Schulen der Sek. I und II. SchülerInnen sollen durch verschiedene Schulprojekte für die Probleme ? Hunger ? Ernährung und Nahrungsmittel, für globales Denken und Verantwortung sensibilisiert werden und sich damit aktiv auseinandersetzen. Das Ganze hat also einen erzieherischen Grundgedanken. Nach Möglichkeit sollen sie auch in kleineren Projekten Spenden erarbeiten. Welthungerhilfe und Stadt Düsseldorf stellen eine große Liste mit Ansprechpartnern und Referenten zur Verfügung, die zum Teil kostenlos und zum Teil gegen Referentenhonorar an die Schulen kommen oder vor Ort Programme durchführen. Die Projekte sollen nach Möglichkeit bis Mitte Oktober durchgeführt werden, im Idealfall in der Zeit 15. bis 22.10.2008, so dass die Ergebnisse dann auf einem großen Lernfest am Oktober in der Tonhalle vorgestellt bzw. dokumentiert werden können. Medienpräsenz ist von der Stadt Düsseldorf ausdrücklich gewünscht.

 



 

Was kann die HPG erreichen

Das Spektrum der zur Verfügung gestellten Themen, Referenten und Workshops scheint mir durchaus beeindruckend. Besonders herausheben möchte ich folgende Aspekte:

  • Es findet am 17. Oktober unter dem Namen ?Lebensläufe? ein Sponsorenlauf auf dem Gelände vor der Tonhalle statt. Die HPG kann sich als Schule/Stufe/Klasse anmelden. Sinnvolle und ausreichende Organisationshilfen sind alle vorhanden. Durch die Teilnahme am Sponsorenlauf erlaufen die SchülerInnen Geld für Burkina Faso, tun etwas für ihr Verantwortungsgefühl anderen gegenüber, erhalten ein T-Shirt, erleben einen tollen Tag und stärken die Präsenz der Schule. Der Organisationsaufwand für die Lehrer hält sich, soweit ich sehen konnte, in Grenzen. Die Kinder sollen allerdings Sponsoren für ihre Laufleistung suchen.
  • Unter den Oberthemen Ernährung/Wasserversorgung/Stopp Kinderarbeit bietet sich für die Fächer GL, AL und NW (!) die Möglichkeit, unkompliziert und in vielen Fällen auch kostenlos an Referenten und Arbeitsmaterial zu kommen. Maßgeblich bei den Materialien der Welthungerhilfe ist das Prinzip des globalen Denkens.
  • Unter dem Welthungerhilfe-Projekt Virus-free-generation bietet sich für die Fächer GL, KR; ER, PP und Philosophie, Sozialwissenschaften die Möglichkeit, die verschiedenen Facetten der Aids-Problematik (regional und global!!) mit Hilfe von sehr kompetenten Referenten, die in diesem Jahr von der Welthungerhilfe bezahlt werden, zu bearbeiten. Hier liegen die Vorteile in der Verschiedenartigkeit der Referenten, der zeitlichen Länge des Angebots und den nicht anfallenden Kosten. Ich sehe hier vor allem sehr gute Einsatzmöglichkeiten für die Refenten im Unterricht der Stufen 10 und 11,
  • Dem Grundgedanken des globalen Denkens entsprechend steht nicht nur Burkina Faso, sondern auch die Beschäftigung mit der eigenen Lebenswirklichkeit bzw. der Situation in Düsseldorf im Zentrum vieler Themen. Deshalb können und sollen Thema wie ?Hunger? auch mit Blick auf Essstörungen (Referenten des Gesundheitsamtes Düsseldorf!) und die Armenküche in der Düsseldorfer Altstadt (Referenten der Altstadt-Armenküche) behandelt werden. Das gilt natürlich auch für die weiteren Welthungerhilfe-Themen Kinderarbeit, Ernährung und Wasser. Damit sind die Fragstellungen mitunter erfreulich nahe an der Lebenswirklichkeit der Schüler.
  • Durch frühzeitige Anmeldung bei der Welthungerhilfe können Referentenhonorare und Materialkosten von insgesamt 500 Euro pro Schule beantragt werden. Da wir noch früh dran sind stehen unsere Chancen wohl gut, Gelder bewilligt zu bekommen. Somit wird vielleicht ein originelles Unterrichtsprojekt möglich, das sonst an der Mittellosigkeit der Klasse zu scheitern droht Der Antrag dafür ist mit einer Seite schön kurz. Achtung, ein bisschen Mühe folgt dann aber noch: es soll aber durch SchülerInnen /LehrerInnen nach dem Projekt ein Bericht darüber angefertigt werden.

Fazit

Ich sehe es als einen Glücksfall, dass das politisches Interesse der Stadt dieses Jahr besonders darauf gerichtet ist, soziales Bewusstsein, Ernährungsbewusstsein und Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Globalisiierung in der Schule und an außerschulischen Lernorten gezielt zu fördern. Das sollten wir für uns, unsere Schüler, unsere Schule und nicht zuletzt für die Menschen in Burkina Faso nutzen.

 

S. Ackermann

[back]

Nach oben

Suche:

Suchen & Finden  
erweiterte Suche  

News nach Datum

July 2018
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
Sun
 
 
 
 
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31