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25.06.2017 09:46 Alter: 90 days
Kategorie: NEWS NEWS

Studienfahrt des Leistungskurses Geschichte (Stufe 12) nach Berlin vom 11.-14.05.2017


Am Donnerstag, den 11.05, traten wir, der Geschichts-LK, unsere Reise nach Berlin an. Angekommen nach 5 Stunden Fahrt im Tagungshaus „Alte Feuerwache“ in Berlin Kreuzberg, besichtigten wir nach dem Quartierbezug noch die Umgebung am ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer und den Checkpoint Charly. Dieser Ort veranschaulicht die Teilung Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg und während des Kalten Krieges.

Am nächsten Tag, Freitag, besuchten wir am Morgen den Bundestag. Zu diesem Besuch waren wir vom Düsseldorfer Abgeordneten, Herrn Andreas Rimkus (SPD) eingeladen worden. Dort erhielten wir eine Führung und uns wurde erklärt, wie zum Beispiel eine Sitzung normalerweise stattfindet und was dabei alles beachtet wird. Anschließend trafen wir die Büroleiterin von Herrn Rimkus, die uns über die praktische Arbeit eines Bundestagsabgeordneten informierte und unsere Fragen beantwortete. So ist Herr Rimkus ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und beschäftigt sich mit Themen wie dem Ausbau von Verkehrswegen und der zukünftigen Nutzung von Elektroautos.

Der Besuch des Bundestags endete mit einer Besichtigung der Reichstagskuppel und einem Mittagessen im Paul-Löbe-Haus. Außerdem besuchten wir dann noch das Brandenburger Tor und bekamen von Frau Ackermann etwas über den historischen Hintergrund dieses Tors erklärt. Natürlich haben wir auch Fotos vor dem Brandenburger Tor geschossen, wie es sich gehört.

Zum Abschluss dieses Tages besichtigten wir die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Kirche ist auf Anregung von Kaiser Wilhelm II. als Ehrung für dessen Großvater, Kaiser Wilhelm I., errichtet worden und wurde 1895 eingeweiht. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche stark zerstört. Da wir im Geschichtsunterricht die Wilhelminische Zeit durchgenommen hatten, konnten wir vieles in der Gedächtniskirche gut und noch besser nachvollziehen. Wir staunten, wie die Angehörigen des Kaiserhauses in den Mosaiken idealisiert, bunt und aufwändig dargestellt wurden. Viel stiller und blauer ist hingegen die neue Gedächtniskirche von Egon Eiermann daneben.

Nach dem Besuch der Gedächtniskirche hatten wir bis 22:00 Uhr Freizeit. In dieser Zeit durften wir frei bestimmen was wir machen wollten. Diese Zeit nutzten alle Schüler, um Berlin in Gruppen zu erkunden.

Am Samstag, den 13.05, besuchten wir die zuerst eine Blindenwerkstatt (Museum), die Otto Weidt in der Zeit des Nationalsozialismus betrieb. Otto Weidt beschäftigte in seiner Bürstenbinderei jüdische ArbeiterInnen, die ansonsten deportiert worden wären, und versteckte sie in seinem Haus. So konnte er einige Menschen vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten retten. Anschließend nahmen wir an einem Stadtrundgang (Anne-Frank-Zentrum Berlin) zur Verfolgung der Berliner Juden in der NS-Zeit teil.

Am Nachmittag besuchten wir das Jüdische Museum Berlin. In einem Workshop erfuhr eine Gruppe viel über das Leben von jüdischen Jugendlichen nach der Zeit des Nationalsozialismus. Die andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Leben und Neuerungen, die Juden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in Deutschland gemacht haben (etwa der Physiker Albert Einstein, der Theatermacher Max Reinhardt oder der Kaufhausgründer Georg Wertheim). Es ging in beiden Workshops weniger um das Zuhören, wir haben vor Ort Vorträge zu einzelnen Themen vorbereitet und unsere Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Danach hatten wir dann wieder Freizeit, da das Wetter sehr gut war, konnten wir uns den ganzen Abend draußen aufhalten und die Stadt weiter erkunden.

Am Sonntag, den 14.05 (Abreisetag), machten wir einen Spaziergang auf der Museumsinsel, wobei wir an der Privatwohnung von Frau Merkel vorbei liefen. Als Abschluss besuchten wir das „Neue Museum“, wo wir als Highlight die Büste der Nofretete besichtigten. Über die Archäologie und die Geschichte des Museums hat Herr Gottschalk uns erzählt.

Nach dem Museumsbesuch fuhren wir dann wieder mit tollen Erinnerungen, schönen Bildern und vielem neuen Wissen zurück nach Düsseldorf.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle im Namen des Leistungskurses an unsere Kursleiterin Frau Dr. Ackermann, und Herrn Dr. Gottschalk für die Begleitung, besonders an Herrn Rimkus MdB und die Hulda-Pankok-Gesamtschule, dafür dass wir diese schöne Studienfahrt erleben durften.

 

Samir Kücükoba


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