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Aufführung des Literaturkurses 12/ Schuljahr 1997-1998

"Das ist alles, was wir tun immer wieder von vorne anfangen! Immer und immer wieder. Immer wieder von vorne anfangen.(...)

Woher wissen wir, dass es nachher besser sein wird?"(Sabina im dritten Akt) So oder so ähnlich hat wohl jeder von uns während des Literaturkurses des Schuljahres 97/98 während irgendeiner der unzähligen Proben gedacht, die vor allen Dingen in der Endphase auch an Samstagen stattfanden.

Davon, dass "es", das Theaterstück "Wir sind noch einmal davongekommen" von Thornton Wilder nämlich, am Ende des Jahres besser bzw. bühnenreif geworden war, konnte sich das Publikum bei den zwei Aufführungen am 22.6 und 23.6.98 überzeugen. Das in drei Akte eingeteilte Stück beginnt in der Eiszeit und ganz gegenwärtig in einer Wohnung in New Jersey. Die Eiszeit, die Sintflut und der Krieg sind drei Katastrophen, die über die Menschheit hereinbrechen. Diese wird durch die Familie Antrobus und ihr Dienstmädchen Sabina verkörpert. Mr. Antrobus (gespielt von Martin Mainz), der die Geistesvitalität der Menschen symbolisiert, ist Adam. In ausweglosen Situationen hält er immer an seinem Optimismus und seinem Fortschrittsglauben fest.

Mrs. Antrobus (gespielt von Nina Selig) symbolisiert Eva. Sie ist die typische Hausfrau und Mutter und versucht die Familie zusammenzuhalten. Henry (gespielt von Sezgin Altikardaslar), der Sohn der beiden, tötete seinen Bruder mit einem Stein und hat seitdem eine Narbe auf der Stirn. Sein symbolischer Name ist Kain und er verkörpert das Böse. Seine Schwester Gladys (gespielt von Alice Rudschützky) hingegen versucht, dem Vater durch Schminke, rote Strumpfhose etc. zu gefallen, stößt jedoch immer wieder auf entsetzte Ablehnung. Das Dienstmädchen Sabina (gespielt von Sonja Kropp und Lisa Kopshoff) verkörpert den Typus des Weibchens. In schlechten Zeiten ist sie das Dienstmädchen und in guten die Schönheitskönigin mit der festen Absicht, Herrn Antrobus zu verführen. Zusammen bauen sie ihr Leben immer wieder auf und bewegen sich durch die oft von der Realität unterbrochene Welt Thornton Wilders.

 

Rückblickend auf das Schuljahr und voraussehend auf eine weitere Aufführung während der Zirkus-Woche, wollen wir uns noch einmal bei Klaus Zehe, Edeltraud Wietschorke und allen Mitwirkenden hinter der Bühne für alles bedanken (auch wenn so manche Proben wirklich nervenzerreißend waren).

 

Nina Selig (mit Hilfe des Programmheftes, das von Stefanie Tillmanns und Melanie Huppertz erstellt wurde, Danke!!)

 

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